Montieren der Reifen

Einführung | Reifenwechsel | Ventil ersetzen | Drucksensor | Auswuchten | Der Reifendruck | Mit Stickstoff befüllte Reifen

Einführung

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Lassen Sie lieber Ihre Reifen von einem Fachmann montieren.

Das Montieren, Abnehmen, Aufpumpen und Auswuchten der Reifen muss mit geeigneten Werkzeugen von einem Fachmann durchgeführt werden, der sich insbesondere vergewissert, dass :

  • bei der Reifenauswahl die Herstellervorgaben und die gesetzlichen Vorschriften (Struktur, Größe, Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex, Kategorien PKW oder Leicht-LKW) eingehalten wurden,
  • das Aussehen des Reifens (innen und außen) vorher vom Monteur überprüft wurde,
  • die Vorgehensweisen zum Montieren, Abnehmen, Auswuchten und Aufpumpen der Reifen, zum systematischen Auswechseln des Ventils und die Montageanweisungen an den Reifenflanken (Dreh- oder Montagerichtung) eingehalten wurden,
  • die Besonderheiten bestimmter Spezialreifen berücksichtigt wurden (Reifen mit kurzen Flanken, Runflat-Reifen, selbstdichtende Reifen, usw.).

Nach der Radmontage am Fahrzeug müssen die Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel und mit dem vom Fahrzeughersteller angegebenen Anziehmoment angezogen werden.

Tipp(s)

Beim Ersatz eines Reserverads denken Sie bitte daran, die Anziehmomente der Radschrauben und den Reifendruck kontrollieren zu lassen.

Reifenwechsel (Neureifen hinten aufziehen)


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Unabhängig von der Verschleißursache oder der Reifenpanne sollten Sie beim Reifenwechsel einige Regeln beachten, wie das Aufziehen neuer Reifen auf die Hinterachse.

Wechseln von nur einem Reifen:
Wenn Sie nach einem Unfall oder nach einer Reifenpanne nur einen Reifen auswechseln, überprüfen Sie :

  • ob der Reifen das gleiche Profil, die gleiche Größe und die gleichen Last- und Geschwindigkeitsindizes wie der ersetzte Reifen aufweist,
  • der Abnutzungsunterschied zum anderen Reifen derselben Achse weniger als 5 mm beträgt.

Wechseln von zwei Reifen :
Die Vorderreifen nutzen sich im Allgemeinen schneller ab als die Hinterreifen, vor allem bei Frontantrieb, mit dem heute die meisten Fahrzeuge ausgestattet sind.

Unabhängig davon, ob Ihr Fahrzeug über einen Heck- oder Frontantrieb verfügt, empfehlen wir Ihnen, Neureifen auf der Hinterachse aufzuziehen, da sie mehr Sicherheit in unvorhergesehenen und schwierigen Situationen (Notbremsung, enge Kurven, usw.) bieten, vor allem auf nassen Straßen.
Zahlreiche Tests haben bewiesen, dass die Vorderachse leichter als die Hinterachse zu kontrollieren ist.

Tipp(s)

Beim Ersatz eines Reserverads denken Sie bitte daran, die Anziehmomente der Radschrauben und den Reifendruck kontrollieren zu lassen.

Ventil ersetzen


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Das Ventil, das für die Dichtigkeit Ihrer Reifen von größter Bedeutung ist, verschleißt mit der Zeit und muss beim Reifenwechsel ebenfalls ersetzt werden.

Das Ventil gewährleistet die Dichtigkeit der Reifen und ist daher ein sehr wichtiges Element für die Sicherheit.
Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h und unter Einwirkung der Zentrifugalkraft wird das Ventil einer Störkraft von 1,7 kg ausgesetzt, das entspricht einer vollen Wasserflasche.
Während des Fahrens verschleißt es sich also aufgrund des Alterungsprozesses.
Es ist daher unerlässlich, die Ventile bei jedem Reifenwechsel ebenfalls zu ersetzen.

Tipp(s)

Ersetzen Sie bei jedem Reifenwechsel auch das Ventil, um einen Druckverlust zu vermeiden: Es wäre wirklich schade, Ihre Sicherheit zu gefährden oder die Lebensdauer Ihrer Reifen zu verringern, nur weil Sie den Preis eines Ventils einsparen wollten.

Drucksensor


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Bei einem Druckverlust der Reifen alarmieren die Drucksensoren den Fahrer, der daraufhin sein Fahrverhalten anpassen kann.

Bei damit ausgestatteten Fahrzeugen dienen die Systeme zur Reifendrucküberwachung der Runflat-Reifen dazu, auch bei einem vollständigen Druckverlust ein gutes Fahrverhalten zu bewahren.

Aus diesem Grund sind Reifendruck-Überwachungssysteme (auch TPMS: Tyre Pressure Monitoring System genannt) unerlässlich und zwingend vorgeschrieben, damit der Fahrer über einen eventuellen Druckverlust informiert wird und sein Fahrverhalten entsprechend anpassen kann.

Heute gibt es zwei handelsübliche Produktkategorien, die sich unterschiedlicher Technologien bedienen.

  • In die erste Kategorie fallen die indirekten Systeme (auch passive Systeme genannt), die die Informationen der ABS-Sensoren nutzen, um eine anormal hohe Drehzahl an einem der Räder festzustellen (ein Hinweis darauf, dass der Reifen dieses Rades einen geringeren Radius unter Last als die anderen aufweist und vermutlich Druck verloren hat).
  • In die zweite Kategorie fallen die direkten Systeme (auch aktive Systeme genannt), die den Druck in jedem Reifen mit Hilfe von Ventil- oder Radsensoren messen und die Informationen dann per Funkwellen an einen Empfänger im Fahrzeug übertragen.

Die indirekten Systeme

  • Der Luftdruck wird nicht direkt gemessen, sondern anhand von Signalen über das ABS/ESP berechnet.
  • Weder zusätzliche Sensoren, noch Batterie – eine sehr wirtschaftliche Lösung.
  • Nicht sehr präzises System: Der erfassbare Mindestdruckunterschied liegt bei ca. 30% (ca. 0,7 bar).
  • Ein äquivalenter Druckverlust an einem anderen Reifen oder gleichzeitig an allen 4 Reifen kann nicht festgestellt werden.
  • Die indirekten Systeme funktionieren bei einer Geschwindigkeit unter 15 km/h nicht.

Les systèmes directs

  • Durch eine kleine Öffnung im Sensor wirkt der Luftdruck auf eine Membran aus Piezokristall, und der Druckunterschied wird in einen Spannungsunterschied umgewandelt.
  • Die Messung wird durch ein Funksignal mit 433 MHz (in Europa) an die Karosserie übertragen.
  • Daher ist eine kleine Batterie im Sensor notwendig.
  • Bitte nur Originalsensoren verwenden.

Tipp(s)

Bei einem Reifenwechsel vergessen Sie bitte nicht, Ihren Fachmann über das Vorhandensein dieser Sensoren zu informieren.

Auswuchten


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Das Auswuchten der Fahrzeugreifen ist für den Fahrkomfort und für die Lebensdauer der  Reifen von großer Bedeutung.

Schlecht ausgewuchtete Reifen können zu Vibrationen führen. Bei richtig ausgewuchteten Reifen, das heißt bei einer richtigen Verteilung des Gewichts, werden diese Vibrationen reduziert und der Fahrkomfort verbessert sich.

Richtig ausgewuchtete Reifen bedeuten:

  • keinen vorzeitigen Verschleiß der Mechanik,
  • einen besseren Fahrkomfort,
  • eine längere Lebensdauer der Reifen.
Le témoin d'usure

Auswuchten

Tipp(s)

Vibrationen am Lenkrad sind häufig auf eine schlechte Auswuchtung der Reifen oder auf einen Verlust eines Ausgleichsgewichts zurückzuführen. Lassen Sie dann die Räder bei einem Fachmann auswuchten.

Der Reifendruck


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Der Reifendruck muss im Hinblick auf die Lebensdauer der Reifen regelmäßig kontrolliert werden.

Der Reifendruck ist ein Sicherheitsfaktor und erhöht die Lebensdauer der Reifen. Er muss an kalten Reifen kontrolliert werden (Reifen, mit denen mindestens 2 Stunden nicht mehr gefahren wurde, oder die weniger als 3 km mit geringer Geschwindigkeit zurückgelegt haben). Wenn der Reifendruck an warm gelaufenen Reifen kontrolliert wird, müssen 0,3 bar zum empfohlenen Reifendruck hinzugefügt werden.
Der Reifendruck muss regelmäßig und mindestens einmal im Monat kontrolliert werden (Reserverad nicht vergessen) oder vor jeder längeren Strecke, und muss korrigiert werden, wenn er nicht mehr dem vom Hersteller empfohlenen Reifendruck entspricht. Das Befüllen der Reifen mit Stickstoff entbindet nicht vor der Verpflichtung, den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren.
Der richtige Reifendruck ist der, der gemeinsam vom Reifenhersteller und vom Hersteller Ihres Fahrzeugs festgelegt wurde. Diese Angaben befinden sich im Benutzerhandbuch des Fahrzeugs oder auf einem im Fahrzeug angebrachten Etikett (Türholm, Kraftstoffeinfüllstutzen, Handschuhfach, usw.).
Reifendruck im Winter : Die Umgebungstemperatur hat Auswirkungen auf den Reifendruck. Je niedriger die Temperatur ist, desto geringer ist der gemessene Druck. Im Winter ist es jedoch im Allgemeinen kalt. Daher müssen, um den „Niedrigtemperatureffekt“ im Winter auszugleichen und Winterreifen mit dem richtigen Reifendruck zu fahren, 0,2 bar (kalt) zum gängigen Reifendruck oder zum Reifendruck für andere Einsatzarten hinzugefügt werden.

Reifendruck

Reifendruck


Tipp(s)

Sie finden den empfohlenen Reifendruck entweder im Benutzerhandbuch des Fahrzeugs oder meistens im Fahrzeug (Handschuhfach, Türholm, usw.).

Mit Stickstoff befüllte Reifen


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Das Befüllen der Reifen mit Stickstoff weist gewisse Vorteile sowohl in Bezug auf die Sicherheit als auch auf die Kosten auf.

Warum Stickstoff ?
Stickstoff ist ein inertes, stabiles Gas, das auch bei einer Reifenerwärmung einen konstanteren Druck als Luft aufweist. Durch die Größe der Stickstoffmoleküle wird der Druckverlust aufgrund der natürlichen Gummiporosität verringert.

Die 4 Vorteile des Befüllens mit Stickstoff :

  • Sicherheit :
    - Verringerung der Gefahr platzender Reifen aufgrund der Reifenerwärmung bei Unterdruck.
    - Besseres Fahrverhalten und besserer Fahrkomfort dank des richtigen Drucks.
    - Bessere Bodenhaftung der Reifen der Reifen aufgrund der geringeren Temperatur- und Druckschwankungen, die im Wesentlichen auf die Luftfeuchtigkeit im Reifen zurückzuführen sind.
  • Kostenkontrolle : Durch die Befüllung mit Stickstoff weisen die Reifen ständig den richtigen Druck auf, wodurch der Rollwiderstand und damit auch der Kraftstoffverbrauch optimiert werden.
  • Optimierung der Laufleistung : Der mit Stickstoff stabilisierte Reifendruck ermöglicht eine längere Lebensdauer der Reifen und führt zu einer gleichmäßigeren Abnutzung der Lauffläche.
  • Umwelt :
    - Verringerung des Energieverbrauchs und somit der Treibhausgase.
    - Längere Lebensdauer des Reifens und somit Verringerung der aufzubereitenden Abfallmenge.

Die Verwendung von Stickstoff für die Befüllung der Reifen ist eine Technik, die seit langem in Hightech-Sektoren wie Luftfahrt, Raumfahrt oder auch Formel 1 angewandt wird, aber auch bei LKW und Baumaschinen.

Tipp(s)

Die Befüllung der Reifen mit Stickstoff enthebt den Fahrer nicht von der Verpflichtung, den Reifendruck regelmäßig zu kontrollieren. Sie können mit Stickstoff befüllte Reifen mit Luft nachfüllen.

Le témoin d'usure